Phase 2: Klassenerhalt

von Matthias Vogel

Spandau. Wir erinnern uns. Vor einem Jahr hat sich Tom Winzer vor das Rasenperlen-Mikro gestellt und einen 5-Jahres-Plan propagiert, am Ende dessen er sich mit seinen Frauen der Spandauer Kickers im Kampf um die Meisterschaft in der Berlin-Liga wieder findet. Der erste Schritt ist mittlerweile getan, SpaKi bereichert als souveräner Landesliga-Meister jetzt die Verbandsliga. Der zweite Schritt heißt nicht absteigen. Und dabei hat Winzer einen kleinen Umbruch zu verarbeiten.

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Kein Zugriff

von Daniel Kübler

Leipzig. Es hat nicht sollen sein. Der Berliner Meister SC Staaken hat nach einer weitestgehend ideenlosen Vorstellung im Relegations-Rückspiel um den Aufstieg in die NOFV-Regionalliga beim FC Phoenix Leipzig verdient mit 1:3 den Kürzeren gezogen und muss einen neuen Anlauf in der neuen Saison nehmen.

Die Leipzigerinnen investierten mehr und waren vor allem physisch um einiges präsenter auf dem Platz. Stand dem Sachsen-Meister bei der abgerutschten Flanke von Angelina Lübcke zum 1:0 das Glück noch zur Seite, (3.), nahmen die Leipzigerinnen das Heft danach in die Hand und erspielten sich gute Chancen. Allen voran die überragende Marlene Haberecht, die sich immer wieder fallen ließ, sich die Bälle holte und diese entweder geschickt verteilte oder aber es selbst versuchte. Unterstützung hatte sie dabei im defensiven Mittelfeld vor allem von der sehr beweglichen Christin Janitzki.

Doppeltorschützin Angelina Lübcke zieht auf und davon, Jasmine Gehring (3) und Julie Illmann bleibt nur das Nachsehen. Foto: Daniel Kübler

Das defensive Mittelfeld – sonst mit Julie Illmann und Kimberly Stegermaier das Prunkstück der Staakenerinnen – kam diesmal kaum zur Geltung. Selbst Angreiferin Jasmine Gehring musste viel in der Defensive mit aushelfen und konnte so nur selten für offensive Impulse sorgen. Zudem ließen sich die Berlinerinnen durch die sehr körperbetonte, aber durchweg faire Spielweise der Leipzigerinnen den Schneid abkaufen. Kurz vor der Pause war es dann erneut Lübcke, die Phoenix auf die Aufstiegsstraße einbiegen ließ. Mustergültig auf die Reise geschickt, spitzelte sie den Ball mit der Fußspitze an der zu zögerlich herauslaufenden SC-Torhüterin Nadine-Michelle Moschko vorbei zum 2:0 ins Netz (37.).

Elisa Sperling setzt sich gegen Staakens Monika Sinka im Kopfball durch. Foto: Daniel Kübler

Als dann auch noch Liza Dahech nach einer Stunde Spielzeit eine traumhafte Quervorlage von Haberecht, die zuvor drei Gegenspielerinnen wie Slalomstangen stehen gelassen hatte, nur noch zum 3:0 über die Linie drücken musste, schwammen die Staakener Felle endgültig davon. Jetzt hätte das Team aus Spandau – das Hinspiel wurde ja mit 1:0 gewonnen – schon zwei Treffer gebraucht, um noch in die Regionalliga einzuziehen, da kam Julie Illmanns Anschlusstreffer in der Nachspielzeitfreilich zu spät und war zudem fast ein wenig schmeichelhaft. Denn auch über eine deutlichere Niederlage hätten sich die Gäste nicht beklagen können, denn sowohl Haberecht (39.) als auch Elisa Sperling per Kopf (71.) scheiterten an der Lattenunterkante.

Wie schon im Hinspiel gab Leipzigs Christin Janitzki eine ganz starke Vorstellung für Phoenix. Foto: Daniel Kübler

Die Überlegenheit der Leipzigerinnen musste dann auch Staakens Trainer Stephan Illmann anerkennen: „Wir haben heute verdient verloren, weil wir gegen einen starken Gegner keinen Zugriff auf die Partie bekommen haben.“ Phoenix-Trainer Timo Enders musste das Ganze erst einmal sacken lassen, wusste aber genau, was den Ausschlag für sein Team gegeben hatte: „Wir haben beim 0:1 im Hinspiel vieles nicht richtig gemacht. Das haben wir analysiert, sind sehr offensiv in die Partie gegangen und wollten Staaken mit sechs sieben Spielerinnen anlaufen, was sehr gut geklappt hat.“ Für die Berlin-Liga, die dadurch in der kommenden Saison mit 15 Teams an den Start geht, bedeutet dies erneut viel Qualität an der Spitze, denn die Staakenerinnen bleiben zusammen, werden sich punktuell noch einmal verstärken und einen neuen Anlauf nehmen.


FC Phoenix Leipzig – SC Staaken 3:1 (2:0). Phoenix: Henkel – Sperling, Trotz, Freitag, Gäbler – Janitzki, Herbst (70. Music) – Dahech, Lübcke, Starick – Haberecht. SC Staaken: N. Moschko – Albrecht, J. Moschko, Feldhahn, Fiedler – Stegermaier, Illmann – Woelke (72. El Bahry), Gehring (82. Zukierska), Sinka – Ebel. Tore: 1:0, 2:0 Lübcke (3., 37.), 3:0 Dahech (54.), 3:1 Illmann (90.). Schiedsrichterin: Patrizia Egner (Magdeburg). Zuschauer: 180.

Herzschlag-Finale

von Matthias Vogel

In der Berlin-Liga der Frauen könnte das Finish spannender nicht sein. Alles kann passieren. Vier Teams buhlen an den letzten beiden Spieltagen der Saison um den Titel: SC Staaken (57 Punkte), 1. FC Union Berlin II (56), SpVg Blau Weiß 90 Berlin (54) und Türkiyemspor Berlin (50, zwei Spiele weniger). Rasenperlen.com hat die Trainer der vier Konkurrenten zu Wort kommen lassen.

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Die Trumpfkarte sticht

von Matthias Vogel

Staaken. Trainer Stephan Illmann hatte es angekündigt: In den Distanzschuss-Skills seiner Spielerinnen habe der SC Staaken immer ein Ass im Ärmel. Im Topspiel der Berlin-Liga zuhause gegen den Tabellenführer 1. FC Union Berlin hat der Aufsteiger es ausgespielt. Mit 5:1 behielt er die Oberhand und holte sich den Platz an der Sonne zurück. Vier Bälle schlugen aus weiterer Ferne ein, drei davon hatte Illmanns Tochter Julie abgefeuert.

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Woche der Wahrheit

SC Staaken bestreitet drei Top-Spiele in Folge

von Matthias Vogel

Staaken. In der Berlin-Liga brennt seit der Niederlage des Spitzenreiters SC Staaken bei Blau-Weiß 90 Berlin die Luft. Der zweite Anzug des 1. FC Union Berlin zog vorbei. Jetzt kommt es zum direkten Vergleich. Die Eisernen gastieren am morgigen Sonntag, 24. März, beim Tabellenzweiten, der erste Ballkontakt ist auf 12 Uhr terminiert.

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Wenn der Wurm drin ist …

von Matthias Vogel

Kreuzberg. In der Berlin-Liga gastieren die Fußballerinnen von Borussia Pankow bei Türkiyemspor. Pankows Trainerin Josi Ruß will wie schon im Hinspiel drei Punkte holen und die Chancen stehen gut, dem Top-Team aus Kreuzberg stehen gerade einmal elf Spielerinnen zur Verfügung. Die Partie am heutigen Samstag, 16. März, wurde auf den Kunstrasen an der Blücherstraße und auf 15.30 Uhr verlegt.

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