Kein Zugriff

von Daniel Kübler

Leipzig. Es hat nicht sollen sein. Der Berliner Meister SC Staaken hat nach einer weitestgehend ideenlosen Vorstellung im Relegations-Rückspiel um den Aufstieg in die NOFV-Regionalliga beim FC Phoenix Leipzig verdient mit 1:3 den Kürzeren gezogen und muss einen neuen Anlauf in der neuen Saison nehmen.

Die Leipzigerinnen investierten mehr und waren vor allem physisch um einiges präsenter auf dem Platz. Stand dem Sachsen-Meister bei der abgerutschten Flanke von Angelina Lübcke zum 1:0 das Glück noch zur Seite, (3.), nahmen die Leipzigerinnen das Heft danach in die Hand und erspielten sich gute Chancen. Allen voran die überragende Marlene Haberecht, die sich immer wieder fallen ließ, sich die Bälle holte und diese entweder geschickt verteilte oder aber es selbst versuchte. Unterstützung hatte sie dabei im defensiven Mittelfeld vor allem von der sehr beweglichen Christin Janitzki.

Doppeltorschützin Angelina Lübcke zieht auf und davon, Jasmine Gehring (3) und Julie Illmann bleibt nur das Nachsehen. Foto: Daniel Kübler

Das defensive Mittelfeld – sonst mit Julie Illmann und Kimberly Stegermaier das Prunkstück der Staakenerinnen – kam diesmal kaum zur Geltung. Selbst Angreiferin Jasmine Gehring musste viel in der Defensive mit aushelfen und konnte so nur selten für offensive Impulse sorgen. Zudem ließen sich die Berlinerinnen durch die sehr körperbetonte, aber durchweg faire Spielweise der Leipzigerinnen den Schneid abkaufen. Kurz vor der Pause war es dann erneut Lübcke, die Phoenix auf die Aufstiegsstraße einbiegen ließ. Mustergültig auf die Reise geschickt, spitzelte sie den Ball mit der Fußspitze an der zu zögerlich herauslaufenden SC-Torhüterin Nadine-Michelle Moschko vorbei zum 2:0 ins Netz (37.).

Elisa Sperling setzt sich gegen Staakens Monika Sinka im Kopfball durch. Foto: Daniel Kübler

Als dann auch noch Liza Dahech nach einer Stunde Spielzeit eine traumhafte Quervorlage von Haberecht, die zuvor drei Gegenspielerinnen wie Slalomstangen stehen gelassen hatte, nur noch zum 3:0 über die Linie drücken musste, schwammen die Staakener Felle endgültig davon. Jetzt hätte das Team aus Spandau – das Hinspiel wurde ja mit 1:0 gewonnen – schon zwei Treffer gebraucht, um noch in die Regionalliga einzuziehen, da kam Julie Illmanns Anschlusstreffer in der Nachspielzeitfreilich zu spät und war zudem fast ein wenig schmeichelhaft. Denn auch über eine deutlichere Niederlage hätten sich die Gäste nicht beklagen können, denn sowohl Haberecht (39.) als auch Elisa Sperling per Kopf (71.) scheiterten an der Lattenunterkante.

Wie schon im Hinspiel gab Leipzigs Christin Janitzki eine ganz starke Vorstellung für Phoenix. Foto: Daniel Kübler

Die Überlegenheit der Leipzigerinnen musste dann auch Staakens Trainer Stephan Illmann anerkennen: „Wir haben heute verdient verloren, weil wir gegen einen starken Gegner keinen Zugriff auf die Partie bekommen haben.“ Phoenix-Trainer Timo Enders musste das Ganze erst einmal sacken lassen, wusste aber genau, was den Ausschlag für sein Team gegeben hatte: „Wir haben beim 0:1 im Hinspiel vieles nicht richtig gemacht. Das haben wir analysiert, sind sehr offensiv in die Partie gegangen und wollten Staaken mit sechs sieben Spielerinnen anlaufen, was sehr gut geklappt hat.“ Für die Berlin-Liga, die dadurch in der kommenden Saison mit 15 Teams an den Start geht, bedeutet dies erneut viel Qualität an der Spitze, denn die Staakenerinnen bleiben zusammen, werden sich punktuell noch einmal verstärken und einen neuen Anlauf nehmen.


FC Phoenix Leipzig – SC Staaken 3:1 (2:0). Phoenix: Henkel – Sperling, Trotz, Freitag, Gäbler – Janitzki, Herbst (70. Music) – Dahech, Lübcke, Starick – Haberecht. SC Staaken: N. Moschko – Albrecht, J. Moschko, Feldhahn, Fiedler – Stegermaier, Illmann – Woelke (72. El Bahry), Gehring (82. Zukierska), Sinka – Ebel. Tore: 1:0, 2:0 Lübcke (3., 37.), 3:0 Dahech (54.), 3:1 Illmann (90.). Schiedsrichterin: Patrizia Egner (Magdeburg). Zuschauer: 180.

Die Wetten stehen gut

von Matthias Vogel

Leipzig. Ein Pferdchen hat der Berliner Frauenfußball noch im Stall. Der SC Staaken steht am heutigen Sonntag, 9. Juni, im Großen Preis der Regionalliga beim FC Phoenix Leipzig in der Startbox. SC-Trainer Stephan Illmann glaubt an ein positives Rennwochenende: „Das große Plus für uns ist, dass wir im Hinspiel kein Gegentor kassiert haben.“

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„Einfach ein Scheißgefühl!“

von Matthias Vogel

Der Sekundenzeiger schickt sich gerade an, die 69. Runde zu vollenden, als Eva Langenfeld alle Unioner Träume von der 2. Bundesliga zu Grabe trägt. Ihr wuchtiger Elfmeter bedeutet das 2:0 für Andernach, bei diesem Ergebnis bleibt es auch. Maßlos enttäuschte Eiserne Ladies setzen sich in den Bus und fahren mit leeren Händen heim – der Aufstieg wäre so schön für sie gewesen, und so wichtig für den Berliner Frauenfußball.

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Last-Minute-Blues

von Matthias Vogel

Köpenick. Stark begonnen, die Führung erzielt, dann der SG 99 Andernach mehr und mehr das Spiel überlassen und fast als logische Konsequenz den Ausgleich kassiert – so lässt sich das Aufstiegs-Hinspiel der Eisernen Ladies ganz gut zusammenfassen. Falko Grothe war mit dem Spiel seiner Elf nicht ganz zufrieden, mit dem Ergebnis konnte er leben: „Es ist ein Unentschieden, keine Niederlage. Es ist noch nichts verloren.“

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Eiserne Ladies vs. Bäckermädchen – Erster Akt

von Matthias Vogel und Bodo Heinemann

Sie haben von Anfang an darauf hin gearbeitet, haben dank einer unglaublichen Rückrunde mit 15 Siegen in Serie den Titel der Regionalliga Nordost eingesackt und am Sonntag, 26. Mai, um 14 Uhr ist es nun soweit: Im Hinspiel um den Einzug in Deutschlands zweithöchste Spielklasse erwarten die Fußballerinnen des 1. FC Union Berlin den Meister der Regionalliga Südwest, die SG 99 Andernach.

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Union ist Meister!

von Matthias Vogel

Die Fußballerinnen des 1. FC Union Berlin haben ihr letztes Saisonspiel zuhause gegen den Magdeburger mit 3:2 gewonnen und bis in die Nacht hinein den Gewinn der Meisterschaft in der Regionalliga Nordost gefeiert. Marta Stodulska ebnete mit einem Doppelpack den Triumph, jeweils auf Vorlage von Josephine Bonsu. Trainer Falko Grothe war einfach nur noch happy: „Das ist für uns alle eine große Erleichterung.“

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Alles läuft, alles will – aber es reicht nicht …

von Matthias Vogel

Wenn es jemanden gibt, der das Ende der Saison herbeisehnt, dann ist es Harald Planer. Mit 1:7 geriet sein SFC Stern 1900 zuhause gegen den Lokalrivalen FC Viktoria 1889 Berlin unter die Räder – das war nicht zu erwarten. Aber immer dann, wenn die Steglitzer Fußballerinnen sich dem Tor des Tabellenzweiten annäherten, zog der das Tempo an und traf. „Wir können den Motor einfach nicht mehr starten“, sagte ein selbstkritischer Sterne-Coach am Ende.

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