Nicht gut

Mit drei Punkten im Gepäck, aber zerknirschten Zähnen trat der Tabellenführer der Berlin-Liga, Türkiyemspor Berlin, am Sonntag die Heimreise vom Auswärtskick beim BSC Marzahn an. Der Grund: Das Spiel wurde beim Stande von 0:2 abgebrochen.

Gerade einmal acht Spielerinnen kratzte das ehemalige Aushängeschild des Berliner Frauenfußballs BSC Marzahn für den Vergleich mit dem Branchenführer zusammen. Als die Kreuzbergerinnen mit 2:0 in Front lagen, musste Marzahn zwei Spielerinnen verletzungsbedingt vom Feld nehmen. Sechs Spielerinnen sind laut Statuten zu wenig, also wurde die Partie beendet. Für die Fußballerinnen von Türkiyemspor ist es das dritte Punktspiel dieser Saison, das sie nicht oder nicht vollständig bestreiten können. Zu Beginn der Saison musste Lichtenberg 47 wegen Personalmangels absagen, zur Pause des Hinrunden-Begegnung mit Spandau – es stand 10:0 für den Tabellenführer – kamen die Kickers nicht mehr aus der Kabine, und nun dieser Spielabbruch. Frei von derartigen Verlegenheiten sind die Kreuzbergerinnen kurioser Weise auch selber nicht. So überstand der 1. FC Union Berlin das Viertelfinale des Berliner Pokals am 15. Dezember 2019 kampflos, weil Türkiyemspor-Trainer Murat Dogan nicht genügend Spielerinnen zusammentrommeln konnte. Alle Fälle haben eines gemeinsam: Sie sind nicht gut für den Frauenfußball.

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