Herzschlag-Finale

von Matthias Vogel

In der Berlin-Liga der Frauen könnte das Finish spannender nicht sein. Alles kann passieren. Vier Teams buhlen an den letzten beiden Spieltagen der Saison um den Titel: SC Staaken (57 Punkte), 1. FC Union Berlin II (56), SpVg Blau Weiß 90 Berlin (54) und Türkiyemspor Berlin (50, zwei Spiele weniger). Rasenperlen.com hat die Trainer der vier Konkurrenten zu Wort kommen lassen.

Murat Dogan, türkisch` Tee trinkender und abwartender Vorturner der Kreuzberger Top-Truppe: „Vermeintlich hat Staaken die besten Karten, aber abgerechnet wird auch hier wieder einmal zum Schluss.

Wir sind gut drauf, wollen den Druck auf den SC hoch halten. Morgen müssen wir nach Zehlendorf, das ist sicher eine lösbare Aufgabe. Und zuhause auf dem Rasen des Katzbach-Stadions eine Woche später sind wir einfach stark, auch wenn der Gegner Union II heißt. Wir haben die Hoffnung auf den Titel noch nicht aufgegeben.“ FC Hertha 03 – Türkiyemspor … Sonntag, 12.15 Uhr

Oliver Hartrampf, Unioner durch und durch: „Seit vergangener Trainingswoche sind unsere Ambitionen natürlich gesunken. Nicht nur, dass wir gegen Blau Weiß 90 verloren haben, nein, im Training hat sich Leistungsträgerin Charly Thomas schwer verletzt und fällt uns beim Endspurt aus. Wir haben sämtlichen Druck von der Mannschaft genommen, alleine schon, weil wir es aus eigener Kraft ja nicht mehr schaffen können. Ich finde – und das haben wir den

Spielerinnen auch vermittelt -, dass wir eine hervorragende Saison gespielt haben. Klar wollen wir noch unsere minimale Chance auf die Meisterschaft nutzen, aber wir sind morgen zuhause gegen Bero nicht in Bestbesetzung und ich glaube einfach, Staaken wird sich keine Blöße mehr geben und es machen. Wir wollen den Rest der Saison genießen und freuen uns auf Bero, die haben auch immer Bock auf Fußball.“ 1. FC Union – Berolina Mitte … Sonntag, 11 Uhr

Stephan Illmann, streitbarer Coach der Durchmarsch-Elf Staaken: „Ich gebe Murat Recht, wir haben jetzt vielleicht die besseren Karten, aber abgerechnet wird wirklich zum Schluss. Ich traue mich kaum etwas vorherzusagen, aber ich rechne mit erheblicher Gegenwehr auf allen Plätzen. Jeder möchte den Großen jetzt ein Bein stellen.

Neukölln ist beispielsweise für uns ein hartes Brett zu bohren. Nach der Niederlage bei Pankow waren alle sehr geknickt. Am Donnerstag haben wir das Training mit einem Mannschaftsabend ersetzt, haben gechilled. Ich habe dabei festgestellt: Die Mädels sind heiß auf den Aufstieg. Hätte ich so nicht erwartet.“ SC Staaken – BSV GW Neukölln … Sonntag, 12 Uhr

Clemens Haack, seit der Winterpause Trainer des Blau Weißen „Ehemaligen-Teams“: „Unsere Rolle im Kampf um den Titel ist untergeordnet. Ich würde mir aber wünschen, dass Türkiyemspor aufsteigt. Mit dieser Mannschaft wäre das wohl auch richtig. Ich befürchte aber, dass Staaken sich das nicht mehr nehmen lässt. Wir selber kommen auf dem Zahnfleisch um die Ecke. Morgen bei Pankow sind wir gerade einmal zwölf und müssen neben der Langzeitverletzten Daniela Schmidt auch auf Jana Teodoridis und Anna-Sophie Fechner verzichten.

Wenn wir dennoch Erfolg haben und tatsächlich die drei anderen patzen sollten, müssten wir uns erste einmal mit dem Verein unterhalten, ob wir aufsteigen können und wollen. Darüber habe ich mir zumindest bislang keine Gedanken gemacht.“ Borussia Pankow – Blau Weiß 90 … Sonntag, 15 Uhr

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