Highnoon an der Eichholzbahn

von Matthias Vogel

Staaken. Für den SC Staaken geht es Schlag auf Schlag. Nach den beiden sehr guten Auftritten gegen die beiden Teams des 1. FC Union Berlin will der Tabellenführer der Berlin-Liga heute, Sonntag, 31. März, seine Fans zum dritten Mal mit einer Top-Leistung belohnen. Türkiyemspor kommt in den Sportpark an der Eichholzbahn.

Highnoon! Um 12 Uhr mittags wird das Spitzenspiel angepfiffen. Und wie im bei einem Duell im Wilden Westen hat auch diese Partie finalen Charakter. Gewinnt die Illmann-Elf gegen den Rivalen aus Kreuzberg, kann sie aus eigener Kraft niemand der Verfolger mehr vom Platz an der Sonne verdrängen. „Das wäre denke ich schon eine kleine Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen“, sagt auch Coach Stephan Illmann. „Danach müssten wir zwar unsere Hausaufgaben machen, die Großen haben wir aber alle durch, sie spielen aber noch untereinander.“

Monika Sinka tastete sich gegen die beiden Union-Vertretungen an einen Torerfolg heran. Heute soll es klappen. Foto: Matthias Vogel

Rechenspiele. Die Wahrheit liegt auf dem Platz und zu ihrer Findung müsse seine Mannschaft zunächst einmal eines schaffen: Das Quartett herausragender Einzelkönnerinnen in den Reihen der Kreuzbergerinnen auszuschalten. „Sanna El Agha, Erika Szuh, Aylin Yaren und jetzt auch noch Hülya Kaya – wenn wird die vier in den Griff bekommen, haben wir gute Chancen.“

Aber nicht nur den Gegner einengen, sondern auch sich selber entfalten, lautet Illmanns Direktive. „Türkiyemspor muss gewinnen, wir nicht zwingend. Theoretisch könnten wir im eigenen Stadion kontern. Praktisch können wir das aber schlichtweg nicht.“ Also werden seine Mädels wieder entschlossen die Strafraumnähe suchen um ihre gefährlichen Distanzschüsse auszupacken. „Und dann kommt es eben heute auch darauf an, ob eine Kimberliy Stegermaier, eine Julie Illmann oder eine Monika Sinka einen guten Tag erwischen“, so der Coach.

Abwehrchefin Pia Feldhahn fehlt

Kapiänin und Kopf der Abwehr Pia Feldhahn fehlt nach ihrer Gelbroten Karte aus dem Spiel gegen Union II noch, ansonsten haben alle SC’lerinnen ihre Schuhe für das Gipfeltreffen auf Hochglanz poliert. Ob Türkiyemspor tatsächlich mit der besten Aufstellung anreist, ist ungewiss, Trainer Murat Dogan war nicht zu erreichen. Glaubt man den Spielfilmen, hatten Duelle im Wilden Westen oft viele Zuschauer, also runter von der Couch und ab nach Staaken. Es wäre eine Überraschung, wenn sich das nicht lohnen würde.

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