Selbstbewusst zum Regionalliga-Schlager
* Union reist mit reichlich Rückenwind zum Verfolgerduell mit RB Leipzig

von Matthias Vogel

Das Topspiel der Regionalliga Nordost steigt am heutigen Sonntag, 2. Dezember, auf der Sportanlage Gontardweg in Leipzig. Der 1. FC Union Berlin, derzeit Tabellenzweiter gastiert beim Vierten RB Leipzig. Das Spiel beginnt um 13 Uhr und Unions Trainer Falko Grothe ist guter Dinge. 

Köpenick/Leipzig. Man könnte auch sagen: Er ist gelassen. Und warum sollte er sich auch groß eine Falte machen? Seiner Eisernen Ladies laufen seit dem 7. Spieltag mit Tabellenführer Viktoria im Gleichschritt, eilen also von Sieg zu Sieg und schießen dabei jede Menge Tore. Unter den Leidtragenden der Köpenicker Spielfreude und Torgier befinden sich auch andere Großkaliber der Liga. Vor zwei Wochen düpierte die Grothe-Elf den Magedeburger FFC mit 5:2, eine Woche später war Hohen Neuendorf fällig: 6:2.

 

DSC00719
Großes Unioner Plus: Kickerinnen wie Marta Schrey können alle Positionen spielen. Na ja, vielleicht nicht unbedingt Torwart. Foto: Matthias Vogel

Kein Zweifel also, Union ist so richtig in Schuss gekommen, da schrecken auch große Namen wie RB Leipzig nicht. „Wir haben die Möglichkeit, mit einem Sieg auch RB auf Distanz zu halten. Wir haben in den vergangenen Wochen schwere Aufgaben gelöst, warum nicht auch diese?“, so Grothe.

Unioner Erfolgsmischung: Vielseitigkeit, Flexibilität, Talent, Erfahrung

Das Erfolgsrezept von Union ist zwar kein Neues – schließlich tümmeln sich dort traditionell bestens ausgebildete Spielerinnen. Und weil dem so ist und der Kader mit 24 Spielerinnen groß ist, steckt die Mannschaft Verletzungen einzelner Akteurinnen bestens weg. Oder anders: Positionen können mehrfach gleichwertig besetzt werden. „Spielerinnen wie etwa Charleen Niesler oder Marta Schrey können fast alles spielen“, sagt Grothe. Dennoch ist es natürlich eine Kunst, das Potenzial stets auszuschöpfen, egal, wer da nun gerade kickt. Grothe beherrscht sie, seine Elf wirkt immer eingespielt. Deshalb hört man aus Köpenick auch keine Klagen über Verletzungspech, obwohl auch Union davon nicht verschont geblieben ist. Jenny Trommer, Elisa Emini, Lena Wolter, Lisa Heyseler, Latoya Bach, Celine Arslan, Elisa Schindler und Lisa Gierth stehen gerade alle wegen mehr oder weniger schweren Blessuren nicht zur Verfügung oder befinden sich im Aufbau.

Rezept gegen RB: Sich ergebende Räume nutzen

Sobald die Kugel in Leipzig rollt, muss sich Unions Startelf auf ein hohes Pressing der Rasenballsportlerinnen einstellen. „Außerdem suchen sie mit mit Pässen in die Tiefe den schnellsten Weg zu unserem Tor“, weiß Grothe. Das frühe Anlaufen der Leipzigerinnen wird also Abwehrpersonal binden und fordern, eröffnet aber auch Räume für das eigene Offensivspiel, sobald einmal die erste Reihe überspielt ist. „Und die müssen wir dann nutzen.“

 

DSC00789
Josephine Ahlswede spielte gegen Hohen Neuendorf eine solide Partie auf der rechten Außenbahn. Foto: Matthias Vogel

So ist also der Plan der Eisernen: RB schlagen und sich dadurch die eigenen Verfolger vom Leib halten. Und dann auf einen Ausrutscher von Viktoria hoffen. Der wird nach Grothes Ansicht nicht an diesem Wochenende passieren: „Die Aufgabe bei Fortuna Dresden werden sie lösen.“ Nur wenn er eines Tages passiert, dann möchte Union eben zur Stelle sein.

 

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

von Anders Noren.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: