Erleichterung in Moabit
* Team aus Mitte sammelt gegen Schöneberg die Punkte vier, fünf und sechs ein

von Matthias Vogel

Die Frauen des Moabiter FSV haben am vergangenen Sonntag den 1. FC Schöneberg klar und deutlich mit 5:0 geschlagen und damit ein Lebenszeichen in der Landesliga von sich gegeben. Dori Mersch verpasste einer sehr guten Mannschaftsleistung mit einem herrlichen Treffer aus über 30 Metern Entfernung das Sahnehäubchen.

Moabit. Schlecht war der Berlin-Liga-Absteiger aus den Startlöchern gekommen, lediglich gegen den SV Buchholz hatte das Team aus Mitte bis dato einen Dreier eingefahren, ansonsten setzte es nur Niederlagen. Schon in der vergangenen Woche bei der 1:2-Pleite gegen den SV Seitenwechsel hatte Vereinspräsident Martin Pohlmann eine Verbesserung feststellen können: „Das hätten wir ob unserer guten Torchancen bereits gewinnen müssen.“ Gegen den Tabellenfünften aus Schöneberg zeigte sich Moabit nun von seiner effektivsten Seite: Nach einer halben Stunde war die Messe auf dem Kunstrasen neben dem Poststadion gelesen. Pia Etzold hatte mit ihrem Führungstreffer aus der Distanz noch Glück, der Ball kullerte der Gäste-Keeperin Marie Pflugbeil unter dem Bauch hindurch ins Tor (7.).

Mersch überrascht Pflugbeil mit Distanzschuss

Nach weiteren sieben Minuten hieß es bereits 2:0. Dori Mersch bekam im Strafraum den Ball auf den Schlappen und packte ihn aus 13 Metern in den Giebel. Fast eine Kopie davon zog Regina Kirchmaier ein wenig später, ihr Schuss aus gleicher Distanz schlug ebenfalls unter der Latte ein (24.). Das Tor des Tages erzielte Mersch fünf Minuten später. Kurz nach der Mittellinie blickte sie auf und überraschte die Pflugbeil mit ihrem prompt folgenden Schuss: 4:0 (29.). Von Schöneberg war in der Offensive kaum etwas zu sehen. Wenn, dann probierte Sabrina Kurth ihr Glück per Einzelaktion und wenn, dann war Moabits Torsteherin Wienke Jensen auf dem Posten.

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In den Zweikämpfen hatte Moabit meist die Nase vorne, danach ging es vor allem in der ersten Hälfte zügig vor das Schöneberger Gehäuse. Foto: Matthias Vogel

Kurz vor Schluss hätte die fleißige und bewegliche Nicola Linke Schadensbegrenzung für das Gäste-Team betreiben können, doch auch ihr war Jensen im Weg. Viele und große Chancen hatte weiterhin der FSV, der es im zweiten Abschnitt allerdings an der Effektivität aus der ersten Schicht missen ließ und deshalb nur noch einmal jubeln durfte. Das allerdings ausgiebig, denn Youngster Luana Lorenz krönte ihre starke Leistung endlich mit einer Kiste. Blitzgescheit, weil per Direktspiel in die Tiefe, kam das Zuspiel von Franzi Groß, Lorenz zog auf und davon und schob den Ball etwa in Höhe des Elfmeterpunktes mit dem schwächeren linken Fuß in die linke Ecke (83.).

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Kaum trainiert aber trotzdem eine absolute Leistungsträgerin beim Moabiter: Dori Mersch. Foto: Matthias Vogel

Pohlmann war nach dem Abpfiff hoch zufrieden: „Sehr gute Teamleistung. Die Rückkehr der Urlauberinnen Groß und Mersch macht sich bemerkbar. Gerade in der ersten Hälfte war unsere Offensive richtig stark. Der Dreier ist extrem wichtig, wir wollen gar nicht erst in den Tabellenkeller rutschen.“ Auf den frisch gewonnenen Lorbeeren ausruhen ist nicht für den Moabiter, bereits am heutigen Dienstagabend, 9. Oktober, gastiert der Berlin-Ligist Lichtenberg 47 an der Lehrter Straße. Anpfiff des Pokalspiels ist um 19 Uhr.


Moabiter FSV – 1. FC Schöneberg 5:0 (4:0). Moabit: Jensen, Kovtun, Schlechta, Haacke (46. Gerdes), Heyde (63. Wienhold), Zoschke, Kirchmaier, Mersch, Lorenz, Groß, Etzold. Schöneberg: Pflugbeil, Koch, Peretti, van Eijs, Richert (45. Schüler), Szot, Kurth, Raasch, Budzynski, Thiess, Linke. Tore: 1:0 Etzold (7.), 2:0, 4:0 Mersch (14., 29.), 3:0 Kirchmaier (14.), 5:0 Lorenz (83.). Schiedsrichter: Ibrahim Yildirim. Zuschauer: 30.

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Die Formkurve von Luana Lorenz (vorne) zeigt steil nach oben, gegen Schöneberg gelang der 17-jährigen Angreiferin das 5:0 für Moabit. Foto: Matthias Vogel

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