Gespannt wie ein Flitzebogen
Eiserne Ladies erwarten Rasenballsportlerinnen zum Topspiel

von Matthias Vogel

In Köpenick scharrt einer mit den Füßen – seit Tagen. Falko Grothe. Der Trainer der Eisernen Ladies kann den Saisonstart am heutigen Sonntag, 19. August, gar nicht erwarten. Nicht nur, weil der Gegner RB Leipzig heißt. „Ich bin wahnsinnig gespannt auf die ersten Ergebnisse der Liga.“

Köpenick. Schlagkräftiger als in der vergangenen Saison schätzt Grothe die Regionalliga Nordost ein, anstatt drei oder vier, werden sich seiner Meinung nach bis zu sechs Teams um die Meisterschaft streiten. Mit im Topf natürlich seine Mädels und: RB Leipzig. Die Begegnung heute um 14 Uhr an der Hämmerlingstraße 80, auf dem Kunstrasengeläuf neben der Alten Försterei hat also Spitzenspiel-Charakter.

Das taktische Nähkästchen ließ der Union-Coach geschlossen, worauf es grundsätzlich gegen die Rasenballsportlerinnen ankomme, verriet er schon. „Sehr starkes Konterspiel, wir müssen Ballverluste so gut es geht vermeiden und wenn sie passieren, uns richtig verhalten.“ Das bessere Umschalten von Offensive zur Defensive – wichtige Komponente für eine dominant auftretende Mannschaft – hatte Grothe ja ohnehin als eines der Saisonziele ausgegeben.

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Alle zusammen! Jetzt! Die Mädels des 1. FC Union Berlin erwarten RB Leipzig zur ersten Standortbestimmung.  Foto: Matthias Vogel

Stark hätten seine Spielerinnen die Vorbereitung begonnen, um dann in der Mitte ein wenig auszulassen, berichtet Grothe. „Aber in den vergangenen zwei Wochen haben wir wieder richtig Gas gegeben.“ Er habe an der Defensive gefeilt in diesem Abschnitt und schon positive Veränderungen in der Arbeit gegen den Ball festgestellt. „Den Test gegen den VfL Wolfsburg II haben wir kürzlich zwar 0:1 verloren, standen allerdings deutlich besser als zuvor.“

Aus dem Vollen schöpfen, in die Vollen gehen

Klar, die Langzeitverletzte Lisa Heiseler fehle ihm, und dass sich Josephine Bonsu, die aus der U23 hoch gezogen wurde und eine grandiose Vorbereitung hingelegt habe, sei bedauerlich. Auch Angreiferin Jenny Trommer stoße erst später zum Kader. Allerdings ändern beim 1. FC Union Berlin drei Ausfälle nichts an der Tatsache, aus dem Vollen schöpfen zu können. 15 Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen, alles bestens in Form, freuen sich mit Grothe auf den Vergleich mit dem Konkurrenten – und auf die ersten Ergebnisse aus der Regionalliga.

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