Wenn nur ein Sieg zählt

Drei Spieltage vor Saisonende tobt in der Berliner Landesliga der Frauen der Kampf um den zweiten Aufstiegsplatz. Bereits am Samstag, 11. Mai, versuchen der FSV Hansa 07 (Platz 5), und die Spandauer Kickers (3), im Rennen zu bleiben. Beiden Teams hilft  nur ein Sieg. Anpfiff in Kreuzberg ist um 14.30 Uhr. 

In der Landesliga ist der Durchmarsch des SC Staaken in die Berlin-Liga nicht mehr aufzuhalten, dahinter tummeln sich vier Teams mit Ambitionen und unterschiedlich guten Aussichten auf den zweiten Aufstiegsplatz – und sie treffen an diesem Wochenende in zwei packenden Duellen aufeinander. Hansa empfängt die Kickers und die beiden Teams haben zumindest im Moment noch einiges gemein: Beide kickten in der vergangenen beziehungsweise vorvergangenen Spielzeit noch in der Verbandsliga, beide brauchten ein wenig Zeit, um wieder in die Spur zu finden, beide hatten in den vergangenen Wochen einen Lauf und nun haben beide noch die Möglichkeit zur Rückkehr in Berlins höchste Spielklasse.

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Ihren Torhunger stillen und feiern wollen die FSV-Angreiferinnen Sophie Duschl (li.) und Lea Nieschmidt auch im Top-Spiel gegen die Spandauer Kickers. Foto: Matthias Vogel

Hansa kämpfte lange gegen seine chronische Krankheit: Hinten stabil, vorne fragil. „Ist bei uns ja Tradition“, sagt Coach Kai Weber. Mit der Vorbereitung zur Rückrunde legte er also im Training den Schwerpunkt auf die Offensive und das zahlte sich aus. Erst wurde Borsigwalde ein Remis abgetrotzt, dann ging es richtig rund vor des Gegners Kasten: 4:0 gegen Pfeffersport, der SV Buchholz bekam acht Buden eingeschenkt, Schmöckwitz sieben und die Reserve des BSC Marzahn trat die Heimreise aus Kreuzberg mit einem halben Dutzend Gegentreffern im Gepäck an. Staaken beendete Hansas Serie dann vor einer Woche ziemlich unsanft, aber gegen Top-Torjägerin Julie Illmann (30 Tore) und ihre emsigen Helferinnen ist in dieser Saison einfach kein Kraut gewachsen. In den Reihen des FSV trägt der neue Torhunger auch einen Namen: Sophie Duschl, die Weber zur Stürmerin umfunktionierte, trifft derzeit gerne doppelt oder dreifach ins Schwarze.

„SpaKi“ vor allem aus der Distanz gefährlich

So wie die Kickers vor ihr auf der Hut sein werden, ist Hansa vor allem vor den Standards und den Fernschüssen der Spandauerinnen gewarnt. „Da haben sie wirklich drei, vier Spielerinnen dabei, die brandgefährlich sind“, sagt Weber. Er wird es seiner Elf in der Abschlussübungseinheit eingetrichtert haben, am Samstag kann er es nämlich nicht. In einem Trainingsspiel erlitt der 07er-Coach einen Riss der Achillessehne und ist nun auf Fernsehsessel, Krücken und daher bezüglich des Spiels auf einen Live-Ticker angewiesen. Noch eine Gemeinsamkeit haben die Kontrahenten übrigens: Egal, wer von ihnen die Partie für sich entscheidet, er wird am Sonntag den bangen Blick in Richtung Köpenick richten. Sollten die Borsigwalder Mädels nämlich das zweite Spitzenspiel beim Friedrichshagener SV (Platz 4) gewinnen, sind sie kaum noch vom zweiten Platz zu verdrängen. Alles Voraussetzungen, die einen heißen Tanz in der „Ritze“ an der Kreuzberger Wrangelstraße versprechen.

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