Gleisberg macht den Unterschied

Dank einer bärenstarker Abwehrleistung und einer glänzend aufgelegten Lea Gleisberg haben die Fußballerinnen des FC Internationale am für eine dicke Überraschung in der Berlin-Liga gesorgt. Die Schützlinge von Coach Sebastian Brandstätter bezwangen den Tabellenzweiten Lichtenberg 47 auf eigenem Platz mit 1:0 (0:0). 

Schöneberg – Elf Runden hatte der Sekundenzeiger gedreht, da wusste zumindest Li 47-Trainer Jens-Uwe Ludwig, dass das heute kein Spaziergang werden würde. „Ich hoffe, jetzt sind alle wach“, rief er seiner Elf zu, kurz nach dem Inter-Spielführerin Saskia Halfenberg eine Flanke von rechts direkt abnahm und der Ball an den Pfosten des Lichtenberger Kastens klatschte. Ludwigs Hinweis war mehr als berechtigt, denn bereits zuvor hätte der Außenseiter in Führung gehen können, nämlich als Lea Gleisberg Theresa Martin mustergültig rechts im Strafraum freispielte, die aber ihren Schuss neben das Tor setzte. Noch ärgerlicher als die vergebene Großchance: Martin verletzte sich bei dieser Aktion und musste nach einer halben Stunde ausgewechselt werden.
Wach war der Tabellenzweite nun zwar und ließ bis zum Pausenpfiff keine weitere Torchance mehr zu, allerdings generierte er selber auch keine. Optisch überlegen, fehlte es am rechten Plan, den massiven Abwehrverband von Inter auszuhebeln. Mona Aping suchte noch am dringlichsten den Torerfolg, hatte aber entweder Pech mit ihren Steilpässen in die Spitze oder traf beim Dribbling die falsche Entscheidung und blieb hängen.

Jessica Beier vereitelt Großchance

Internationale gefiel die Rolle des Abwartens und Kontersuchens prächtig, allen voran Lea Gleisberg. Kurz nach dem Seitenwechsel zog sie mit dem Spielgerät am Fuß drei Gegenspielerinnen auf sich und setzte dann auch noch Cecily Lautenbach auf der halblinken Seite schlau in Szene. Lautenbachs Hereingabe wurde noch geblockt, im zweiten Versuch legte sie zurück an die Strafraumkante. Lilly Schuckert kam angerauscht und wuchtete den Ball in Richtung 1:0, doch Jessica Beier klärte per Kopf auf der Linie (52.). Ein wenig später war es dann aber soweit. Gleisberg war auf ihrem Weg durchs Mittelfeld wieder nicht zu stoppen. Diesmal übernahm sie auch den Abschluss selber – und das war gut so. Ihr Flachschuss aus 17 Metern schlug in der linken Ecke ein – zum großen Jubel des Außenseiters (65.). Lichtenberg warf nun alles nach vorne, mehr als ein Fernschuss von Sandy De Nicolo (78.) und ein Freistoß von Anela Zackomac (83.) sprang allerdings nicht heraus. Beide Versuche waren sichere Beute für Inter-Torhüterin Stephanie Milger-Ramsey.

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Nicht zu halten war Inters Lea Gleisberg (re.) in der Partie gegen Lichtenberg 47. Foto: Matthias Vogel

Mit dem Coup ist Inter nun über jeden Abstiegsverdacht erhaben, Lichtenberg bleibt hinter Blau-Weiß die zweite Kraft und dürfte den Tag als „gebraucht angedreht“ abhaken. Für Inter-Ur-Funktionär Markus Köpcke kam der Dreier gar nicht einmal so überraschend: „Gegen die Top-Teams der Liga spielen wir erstaunlicher Weise immer gut in dieser Saison.“


FC Internationale: Milger-Ramsey, Halfenberg, Malecki, Hoffmann, Schuckert, Lautenbach (81. Penning), Kaffarnik, Martin (29. Borck), Haring, Gleisberg, Neubert. Lichtenberg 47: Schmidt, Lenz, Bax, Aping, Beier, Dauth (69. Stöcker), Waldow, De Nicolo, Kolomiets, Zakomac, Acosta. Tor: Gleisberg (65.). Schiedsrichter: Jacob Slotta. Zuschauer: 20.

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